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Hannover 96 Fanclub
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Auswärts
Berlin Part 2
Es war wieder soweit, das Ligaspiel Hertha vs. 96 stand an, und wir mußten wieder dabei sein. So trafen wir (Ute K., Christel, Sabine und Icke) uns am Freitag den 27.1.2006 gegen 17.30 am Hannöverschen Hauptbahnhof. Da Irmtraut im fernen Namibia die Zebras zählte, wollte unser Fan-Praktikant Bärbel mit. Aber leider wurde sie kurzfristig krank und konnte nicht mit. Nachdem wir uns etwas mehr eingedeckt hatten, begaben wir uns auf Gleis 8, wo um 18.10 unser Zug abfuhr.
Nach entspannter Fahrt erreichten wir um 19.50 den Bahnhof "Berlin Zoologischer Garten" auf Gleis 2. Hier wurden wir von Uwe in Empfang genommen, der uns dann zu Ute B. brachte, die eine Ebene weiter unten stand. Hier wurden wir mit einer Flasche Roten Sekt empfangen.
Als wir da so standen hatte ich noch meine Tasche auf meinen Rücken, und die Schals hingen alle runter.
Das hat auch zwei Polizisten interessiert, die sogleich etwas daran spielen mußten. Als wir dann fertig waren mit begrüßen, trinken, und und und, begaben wir uns zur S-Bahn. Vorher holten wir uns natürlich noch Fahrkarten. Wir fuhren mit der S9 zum Bahnhof "Friedrichstrasse". Bei der Station "Tiergarten" stieg ein Herr ein, der wohl schon länger Unterwegs war. Er hielt einen etwas älteren Cola Becher in der Hand und sagte laut: "Bier ist alle, und Cola kennt keener!" Da waren wir etwas verwirrt und stimmten ihm zu. Da unser AltBundespräsident an diesem Tage leider von uns ging, meinte der Herr: "Der Rau hat Cola auch nicht kennen gelernt, und jetzt ist er nicht mehr da!" Leider verließ uns dieser Mann eine Station später wieder. In der Station "Friedrichstrasse" stiegen wir in die S1 um, die uns zum Bf. "Yorckstrasse" brachte. Hier mußten wir nicht das letzte Mal an diesem Wochenende aussteigen. Als wir in die Mansteinstrasse einbogen, bemerkten wir, das bei Leydickes alles zu war und wir unser Abendprogramm ändern mußten. Er hat fast 1,5 Monate Urlaub. Schade. Dann begaben wir uns in die Wohnung, wo wir uns ausbreiteten und erstmal stärkten.Es war schon gegen 22 Uhr und wir wollten noch etwas unternehmen. Deswegen begaben wir uns auf die Strasse und gingen um die Ecke ins Cafè Monaco, wo wir bis ca 1Uhr blieben. Natürlich haben wir hier unsere Präsenz gezeigt, und eine nette Dame, die auf der Rückbank etwas verstaubte, mit einem Schal und einem Stirnband geschmückt.
Als es Zeit wurde begaben wir uns in unsere Quartiere. Ute B. und Uwe hatten eine Pension ca. 5min zu Fuß von uns entfernt.
Am nächsten Morgen stand ich früh auf, um Einkaufen zu gehen. Gegen 7.50 verließ ich das Haus und begab mich zu Lidl, wo ich Nahrung besorgte. Danach ging ich zur Bäckerei Wulff, die eine Filiale in der Nähe des Kleistparks haben. Nachdem ich die Schrippen geholt hatte, begab ich mich zur U-Bahn. Von hier fuhr ich zum Herrmann Platz, wo ich in die U8 umstieg, die mich zur Hermannstrasse brachte. Hier stieg ich in die S47 ein und fuhr nach Schöneberg. Noch einmal in die S1 umgestiegen und dann war ich schon wieder in der Mansteinstrasse. Diese Tour dauerte ca. 1,5 Stunden. Jetzt konnten wir Frühstücken, das dann sogar bis fast 11 Uhr dauerte. Dann machten wir uns Stadion fein.
Da wir uns mit Ute B. und Uwe am Wittenbergplatz treffen wollten, machten wir uns gleich auf den Weg Richtung U-Bahnstation "Bülowstrasse". Von dort fuhren wir mit der U2 bis zum Wittenbergplatz. Hier mußten wir auf Ute B. und Uwe warten. Beim Nachfragen wo sie denn gerade seien meinte Uwe: "Wir sind gerade an der kaputten Kirche". Gemeint war die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Nachden Christel kurz in KaDeWe zum Shoppen war, kamen auch schon Ute B. und Uwe. und wir zogen los. Als erstes kamen wir zu Niketown. Das ist ein Store von Nike, das auch gut ein Museum mit Verkauf sein könnte. Da Ute B. noch etwas von H&M kaufen wollte, gingen Ute B. und Uwe schon mal vor, da wir uns bei Niketown noch etwas umschauen wollten. Uns wurde gesagt, das wir die beiden im 2.H&M Geschäft antreffen. Als wir beim 1.H&M waren, haben wir aber keine 2. in der Nähe gesehen. Aber von beiden keine Spur. Also sind Ute K. und Christel reingegangen um nachzuschauen. Haben aber keine bekannten Personen getroffen. Beim Nachfragen erfuhren wir dann, das es noch zwei weitere Läden ein paar Meter weiter gibt. Wir hin und sahen wieder keinen. Vor den dritten Laden stand dann dort Uwe. Die beiden hatten den ersten Laden nicht gesehen und somit war dieser der zweite Laden. Da die Anderen noch einen Kaffee trinken wollten, gingen wir in Richtung Bf "Zoo". Dort gingen wir ins "Café am Zoopalast". Beim Öffnen der Tür wurden wir als erste mit den Worten: "Reiner Hertha Club" abgewiesen. Dann durften wir uns doch dort niederlassen. Kurz vor 14Uhr gingen wir zur S-Bahn und fuhren mit einen Verstärkungszug bis zum Olympiastadion.


Direkt nach dem Spiel gab es von Vatenfall noch ein riesiges Feuerwerk. Wow! Deswegen werden auch die Strompreise erhöht. Danach fuhren wir mit der S5 und S1 über Friedrichstrasse zur Yorckstrasse und gingen dort ins Café Monaco. Nach der Stärkung und wegbringen der Schals, Fahnen, Trickots usw. gingen wir, immer noch als 96 Fans aussehend, über die Strasse zum Türken essen. Hier stärkten wir uns mit Nahrung. Hier fiel uns auch auf, irgendwie ist überall in Berliner Kneipen ein Durchzug, sodass es nicht richtig warm wird. Gegen 22.30 zogen wir los und nahmen die S1 bis zum Bahnhof "Unter den Linden". Unter den Brandenburger Tor durch zum Reichstag. Hier muß mal gesagt sein: Das Brandenburger Tor sieht abends besser aus als tagsüber. Da wir noch auf'n Reichstag hinauf wollten, mußten wir feststellen, das die meißten Reiseführer besser informieren könnten. Denn der Einlass zur Kuppel ist nur bis 22 Uhr und Geöffnet bis 24 Uhr. SCHADE. So machten wir uns auf, um zwischen Paul-Lübbe-Haus und Bundekanzlerinamt (die Chefin war gerade in Nahost) Richtung Bahnhof "Berlin Hauptbahnhof / Lehrter Bahnhof" zu schlittern. Man war das hier glatt. Da uns nun alle kalt war und wir der waagerechten zuneigten, fuhren wir gen Heimat. Dort traffen wir gegen 0.30 ein. Nach den Absackern meinte Uwe gegen 1.50 das er ganz schön kaputt sei. Da sie ja noch etwa 5min zum Quartier hatten, fragte Uwe, wer den noch ins 90° kommen möchte. Das ist irgend so ein komischer Club. Gegen 3 Uhr waren alle im Schlafgemach.
Am Sonntag bin ich gegen 8.30 aufgestanden. Da alle noch schliefen, bin ich runter, unter dem Bahndamm durch zum Friedhof gegangen. Hier sind etwa 50 oder mehr Berliner Persönlichkeiten beigesetzt. Beim stöbern der Liste erkannte ich, das die Hitlerattentäter Staufenberg und Co hier ihr Grab haben. Am Grab war dann zu lesen das ihre Leichen nie gefunden wurden und hier nur ihr Grab haben. Das sie im nahen Kleistpark verurteilt wurden wußte ich schon. Ich sah hier auf den Friedhof viele Gruften und Urnengräber, die in der Mauer sind. Irgendwann fand ich den Weg wieder raus und ich besorgte die Schrippen bei Bäcker Wulf. Gegen 10 Uhr frühstückten wir. Als gegen 12 Uhr Ute B. und Uwe kamen, hatten wir unser Quartier schon gesäubert.
Ohne Gepäck zogen wir los. Am Bahnhof "Yorckstrasse" besorgten wir uns Tageskarten. Das war garnicht so einfach, weil die Sonne ungünstig aufs Display schien und man fast nichts sah.
Als das erledigt war, nahmen wir die S-Bahn bis zum Bahnhof "Unter den Linden", und gingen zum Reichstag. Jetzt hies es etwa eine Stunde warten ehe wir auf die Kuppel konnten.
Nachdem wir uns des Berlinanblicks ergötzt hatten, machten wir uns auf dem Weg zum Bahnhof "Friedrichstrasse", um von dort mit der S5 zum Hackischen Markt zu fahren. Von hier gingen wir in Richtung Karl-Liebknecht-Strasse um Karten für die Daheimgebliebenen zu kaufen, und um etwas zu essen. Nach den Kartenkauf gingen wir ins Restaurant Hongkong Express. Hier herschte reger Durchgangsverkehr, weil hier ein Aquarium steht, wo man mit einen Fahrstuhl hindurch fahren kann. Nach dem Essen, ich nahm unseren Block N6, fragte die Kellnerin: "Haben Sie gut geschmeckt?". Natürlich haben wir uns gut geschmeckt. Nach dem Zahlen gingen wir an Erichs Lampenpalast vorbei Richtung Nikolaiviertel. Hier holte sich Muddi noch Schnatterinchen. Dann gingen wir zum Alex um in die U2 einzusteigen. Das war leichter gesagt als getan. Der Platz ist Groß, aber die Wege darunter sind gefühlt mindestens dreimal so lang. Nach Kilometerlangen unterirdischen Fußmarsch erreichten wir die Station. Wir benutzten die U2 bis zum Potsdammer Platz und stiegen in die S2 zur Yorckstrasse. Gegen 17.45 waren wir im Quartier und holten unser Gepäck.
Da wir etwas Zeit hatten gingen wir zum Bahnhof "Bülowstrasse", wo die U2 direkt zum Bahnhof "Zoo" fährt. Um 19.15 verabschiedeten wir uns von Ute B. und Uwe da ihr Zug jetzt schon fuhr. Bis zu unserer Abfahrt war noch etwas Zeit und wir gingen zum Café am Zoopalast um dort noch etwas zu trinken. Um 20.45 fuhr unser IC 2340 gen Heimat. Gegen 23 Uhr waren wir alle zu Hause und die Reise zu ENDE. BERLIN WIR KOMMEN WIEDER Euer Spass- und Verkehrsminister Hendrik
P.S. Die Fehler dürft ihr behalten. :-)
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Berlin (die 2te)
Am 27.01.2006 ist wieder so weit, es geht mal wieder in die Hauptstadt - BERLIN. Da ich euch nicht im Dunkeln stehen lassen möchte, gebe ich euch jetzt schon mal alle Daten, die ich weiß.
Also: Es geht los am 27.01.2005 um 18.10 Uhr. Treffen am besten gegen 17:30 unterm Schwanz. Der Zug fährt vom Gleis 8 ab und hat die wunderschöne Zugnummer ICE 1896. Hier werden wir unsere fahrt im Wagen 4 auf den Sitzen 81/83/84/85/86 verbringen. Die Ankunft wird nach Fahrplan um 19.50 im Bahnhof ZOO in Berlin sein. Hier werden wir von den beiden Biebern aus Stadtoldendorf empfangen. Hier holen wir uns auch ein Kurzstreckenticket, womit wir bis zur Yorkstrasse kommen. Nach der Ankunft begeben wir in unser Quartier in der Mansteinstrasse, die wir per S-Bahn, mit umsteigen an der Friedrichstrasse, erreichen.
Was wir abends machen, muss noch abgesprochen werden.
Aufstehen wird morgens gegen 5 Uhr sein. Sorry, Scherz. War bei mir letztes Jahr ja so. Also Aufstehen bis spätestens 9 Uhr. Sollte reichen. Frühstücken, Brötchen besorge ich (weiss jetzt, wo ein Bäcker ist.) Belag wollte glaube ich, Mutter besorgen. Nach der Stärkung geht es in Kutte auf den Berliner Asphalt. Könnt ja mal überlegen, was wir für kleine Sachen wir uns diesmal antun wollen. Gegen 13 Uhr sollten wir uns dann langsam aufmachen, um rechtzeitig im Stadion zu sein. Die Fahrt vom Bahnhof Friedrichstrasse dauert etwas über 20 min. Unsere Fahrkarten gelten ab ca. 10.30. Wir haben Karten für den Block H.1 Reihe 37 Sitz 12 - 16
Nach dem Spiel laufen wir dann noch in Kutte durch Berlin, um zu zeigen, wir sind hier.
Sonntag gibt es dann auch Brötchen zum Frühstück. Danach packen wir unsere Sachen und werden die im Bahnhof Zoo einschließen. Dann geht es wieder darum, der Stadt zu zeigen, wer hier das eigentliche Sagen hat. Zurück geht es am 29.01.2005 um 20:45h. Wir werden aber schon eher da sein, da die Bieber-Leute schon ca. eine Stunde früher Richtung Westen fahren. Wir werden im IC2340 im Wagen 10 auf den Plätzen 32/33/34/35/36 Sitzen. Die Ankunft ist in Hannover um 22.37h, wenn der Zug pünktlich ist.
Der Fahrpreis beträgt pro Person 35,50€
Der Eintritt beträgt pro Person 11€
Was die Übernachtung kostet weiß ich noch nicht, und wird wohl erst in Berlin bekannt gegeben.
Falls ihr noch Fragen habt, meldet euch einfach, ich versuche dann zu helfen.
Gruß euer Spaß- und Verkehrsminister
Hendrik
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Merhaba Alanya Spor
Es war einer dieser warmen Tage, und man liegt auf der Strandliege im Schatten bei über 30°C und schaut den Leuten bei ihrer Strandtätigkeit zu. Man denkt sich "die ganze Zeit hier rumlungern? NÄ. Was kann man denn machen? Schiet am Wochenende ist Heimspiel und wir nicht da! Ich hab gesehen das Alanya ein nettes kleines Stadion hat." Ohne lange zu überlegen rief ich zur nächsten Liege: "MAMA wollen wir Fussball gucken gehen?" Dann wurde im Hotel rumgefragt, "Wann ist ein Spiel?", " Wie komme ich zum Stadion?", "Kostaquanta?" Ab jetzt wurde alles so penibel geplant wie immer.

Am Spieltag, zur Einstimmung, schon mit Fussballklamotten (ich hatte mein 96 Shirt mit und Mütze die ich eigentlich täglich auf hatte) zum Frühstück. Lange Gesichter unter den Angestellten, und dann Belächelung nach der Aufklärung. Nach der Morgenstärkung ging es zur Hauptstrasse und warten auf den Dolmus. Einsteigen, aufspringen wäre näher dran, und am Busbahnhof in Alanya umsteigen in ein otobüs. Am Stadion ausgestiegen und dann - äh ja und wohin jetzt? Wie läuft es hier ab? Also erstmal über die Strasse zum Stadion. Und man sieht - keine Menschenseele. Dabei soll doch in 120min das Spiel beginnen. Nach einige Zeit fing ein Herr sich am Kassenhäuschen einzurichten an - oder doch nicht - ich glaub er wusste es selbst nicht.

Nach weiteren warten kamen zwei Herren, die wie langgebräunte Touris aussahen. Nach kurzem Gespräch wussten wir, dass diese Herren schon fast richtige Fans sind, da sie schon unzählige Spiele gesehen hatten und uns ein Erlebnis vorhersagten. Als der Anpfiff keine 60min mehr entfernt war, wurde so langsam die Kasse geöffnet. Nach langer Mauschelei und Wechselei hatten wir unsere 3€ bzw. 5000000lire oder bes yenilire für unsere Eintritskarte bezahlt. Die Karte war aber schneller wieder weg, als wir sie bekommen hatten. Denn am Eingang wurde sie zerrissen und weggeschmissen. UNVERSCHÄMT. Nach der Personkontrolle, die sehr lustig war, kamen wir ins grosse Rund des ca. 5000 Personen fassenden Stadions. Jetzt erfuhren wir auch, gegen wen gespielt wurde. Es war TogutluSpor. Irgendwo aus Izmir. 30min vor Anpfiff kamen die Mannschaften zum Warmmachen aufs Feld. Sie machten sich gleich ans Aufwärmen, in dem sie sich in die Sonne setzten. Wow Äktschen pur. Ca. 20min v.A. kamen die meisten Zuschauer und die hiesigen Fanklubs. Wenn ich richtig gezählt habe, waren es 3. Einer mit Trommeln direkt schräg vor uns. Es waren ca. 50 Personen. Einer wurde gerade sogar feierlich in den Fanclub integriert. Ca. 5min v.A. die Mannschaften gingen an den Kabinengang. Nach Aufrufen und Mannschaftsaufstellung kamen die Mannschaften unter Applaus wieder raus. Dann wurden Gruppenfotos aller drei Parteien (die Schiris machten das alles nach) geschossen.

Einmarsch der Spieler. Nachdem die Fotos hoffentlich was wurden, begaben sich die Spieler vom Spielfeld und sammelten sich an der Mittellinie. Dann liefen sie ein und stellten sich wie bei uns in einer Reihe auf. Und dann stand das Stadion. Also alle, wirklich alle Menschen. Mützen wurden abgenommen und Staatsbedienstete legten ihre Hand an den Kopf. Es folgte die Hymne.
Anpfiff. Zur ersten Halbzeit kann man nur sagen der Ball und die Spieler bewegten sich von rechts nach links und umgekehrt. Torschüsse? Nichts Nennenwertes.

Pause. Das erste Mal äktschen. Ein Polizist hatte einen Tennisball mit und lies seinen Hund den Ball holen. War richtig amüsant.
2.Halbzeit. Jetzt ging es richtig los. Die Mannschaften und Schiris hatten komplett ihre Trikots gewechselt und spielten in anderen Farben. Die Fanclubs kamen jetzt auch richtig in Fahrt. Der Ball lief auch schneller und die Luft wurde auch etwas kühler. Jetzt TOOOOOOOORRR. Tor für Alanya. 1:0. 
Die Menge jubelte und wir waren auch ein bisschen alanyanisch geworden. Jetzt war Fahrt im Spiel und es ging Richtung Tor von Alanya. Freistoss. Turgutlu schiesst, Nummer 9 von Alanya verlängert und TOOOOOORRRR. Tor für Torgutlu. Schiet Eigentor. Jetzt wurde an der hochmodernen Anzeigetafel die 1 statt der 0 angehängt. Aber keiner jubelte. Jetzt sah man es, waren NUR Alanyaner im Stadion. Es ging weiter. Mit Richtung wechseln kam der Ball dem gegnerischen Tor immer näher und TOOOOOOORRRR. Tor für Alanya. 2:1. Die Menge rastete fast aus. Nur noch ein paar Minuten. Etwas Gerangel bei Freistoss und ROT für unseren Eigentorhelden. Unverständnis bei allen. Hat wohl nur die Schiribrigade richtiggesehen. Dann der erlösende Piff. Aus, aus, aus das Spiel ist aus und wir gehen nach Haus. Aber nicht vorher die Mannschaft zu feiern und den kaputten Fans zuzusehen wie sie feiernd einpackten und die Schiris mit Polizeieskorte und Panzerung das Stadion verliessen. Zurück bliebem auf der Tribüne nur die leeren Schalen der Sonnenblumenkerne. Mindesten 2-3cm dick.

Wir nahmen den Volksbus der Stadt Alanya in die Innenstadt und tranken dort ein wunderschönes gekühltes Efes. Im Hotel angekommen berichteten wir fast jeden den wir kannten von unserm Erlebnis.

Allaha ismarladik
Hendrik
Reise- und Verkehrsminister
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Nürnberg : Hannover 96
Um halb 8 in der Frühe gings los. Vom Hauptbahnhof Hannover zum Hauptbahnhof Nürnberg. Ungefähr 3 Stunden später waren wir da. Erstmal war orientieren angesagt. Die Informationshalle war schon mal schön, leider gab’s keine Stadtpläne. Also auf blauen Dunst losgezogen. Als erstes natürlich die Stadtbefestigung, weil sie so schön ins Auge fällt.
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Dort gab’s einen Kunsthandwerkermarkt und eine Ausstellung. Historische Bilder von Nürnberg oder so ähnlich. Im Gästebuch habe ich uns, Molly und Blondy, auch verewigt. Nach soviel Historie tat der klassisch schlichte Bau des kunsthistorischen Museeums auch ganz gut. Interessante Perspektiven, die sich da einem auftaten.
Wir zogen einfach weiter. Viel fotografiert haben wir, vorbei am Trödelmarkt und Henkerssteg gings zum Hauptmarkt und der Frauenkirche. Wo wir uns im Alex einen Milchkaffee gönnten und den Blick auf den Markt und diesen komischen Fifa-Fußball gönnten. Der passt da hin wir die Faust aufs Auge. Aus jeder Ecke glotze einem der Fußball entgegen. Nur wenn man rein wollte, musste man Eintritt zahlen. Vielen Dank auch.

Am Schönen Brunnen hab ich den Ring gedreht, damit 96 auch gewinnt. Geholfen hat’s aber nix. In der Frauenkirche waren wir auch. Klein, aber fein.

Vorbei am Lochgefängnis und dem Albrecht-Dürer-Denkmal gings dann immer aufwärts und auf einmal standen wir vor der Kaiserburg. Von dort oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf Nürnberg, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten.

So langsam mussten wir uns dann aber auf die Socken machen. Zum Fußballspiel. Am Eckstein vorbei gings wieder Richtung Hauptbahnhof. Viel gesehen haben wir, in der kurzen Zeit. 4 Stunden hatten wir uns Zeit gelassen, Nürnberg zu erkunden, sich einen Überblick zu verschaffen. Mir hat`s gefallen, alle Menschen, die wir dort trafen waren nett, aufgeschlossen und hilfsbereit. Es lohnt sich bestimmt, dort auch für einige Tage länger zu verweilen!
Mehr Fotos gibt es noch HIER zu sehen!
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Berlin Auswärtsfahrt 2005
Berlin, Berlin, wir waren in Berlin
Sabine, Christel, Ute, Irmtraud und ich trafen uns am Freitag um 19 Uhr unterm Schwanz beim Ernst August. Voll bepackt zogen wir, nachdem alle pünktlich da waren, Richtung Gleis 9, wo in Kürze unser Zug IC 145 Einfahren sollte. Auf den Wagenstandanzeiger geschaut und richtig hingestellt, fuhr auch schon unser Zug ein. Leider mussten wir mit unserem Gepäck durch den ganzen Wagen laufen, da unser Abteil, ja wir waren unter uns, am anderen Ende war. Uns abfahrbereit und auffallend markiert, fuhr der Zug auch schon los. Es war eine feuchtfröhliche Fahrt, mit Oh Gott’s und was waren das für welche. Nach Halten in Wolfsburg, Stendal und Spandau bogen wir am Westkreuz in die Zielgeraden ein, und sprangen am Bf. Zoo, unter Hilfe des Zugbegleiters, aus dem Zug. Schnell mit Christel zum S-Bahn Infoschalter, informieren und Fahrkarten holen. Als wir zu den Anderen zurück wollten, waren die Drei weg. Nach kurzem suchen fand Christel die Drei, die irgend einen komischen Notfall hatten. Dann sind wir zur S-Bahn gegangen und mit der nächsten S-Bahn zur Friedrichstr. gefahren. Dort mussten wir in die S1 zur Yorckstrasse umsteigen. Yorckstrasse ausgestiegen und zwei mal ums Eck und schon standen wir vor unserem Quartier. Aber wir waren noch nicht oben. 4.Etage Altbau/Hinterhof, schmaler Eingang, steile Treppe. Typisch Berliner Mietshaus. Ausgeschnauft, Sachen für die Nacht parat gelegt und noch etwas getrunken, ging es nach draußen. Nicht weit von dem Haus wurde uns ein Geheimtipp von unserem Vermieter verraten. Aus dem Haus getreten, über die Straße geschaut und gefunden. Keine 50 Meter, was für ein Glück. Doch als wir davor standen guckten wir erst skeptisch. Sah ein bisschen komisch aus und viele Leute im Country Style. Trotzdem sind wir hinein gegangen und haben kein Platz gefunden, müde Gesichter fragten sich: Bleiben? Gehen? Bleiben? Gehen? Schon wurden wir gefragt, was wir trinken möchten. An der Marmortheke gemütlich gemacht, wurden wir auch schon wieder gebeten ein, zwei Schritte zurückzutreten und den Tresen freizumachen. Schnell abgewischt, flotte Musik aufgelegt, hat der Wirt mit Partnerin ein flottes Tänzchen auf der Theke veranstaltet. Danach konnten wir wieder an die Theke. Nicht lange nach Musik und Zwischenrufen vom Wirt (Ruhe jetzt, ruhig Alle!!!), mussten wir diesmal etwas weiter weg, da es heiß werden sollte. Nachdem das Licht ausging und geheimnisvolle Musik erklang, waren da plötzlich zwei Damen mit Feuer in den Händen. Es war ne geniale Vorstellung mit Feuerspeien und -schlucken. Danach gab es Live Musik von den “The Mountaineers”. Stimmung pur. Dann wurde es still und die Theke war zum 3. Mal leer. Dann dachte man, man ist in Schottland, als ein Dudelsackspieler von der einen Seite und kurz danach ein Trommler von der anderen Seite kam. Es war wow. Dann gab es noch mal Live Musik und um 2Uhr sind wir gegangen. Man, man, man was man in 3 Stunden alles erleben kann. Ach ja das geniale Ding heißt Weinhandlung Leydickes in der Mansteinstrasse. Es gibt wohl immer zum Wochenende solche Veranstaltungen dort. Es lohnt sich. Dann ging’s nach Haus und in die Heia.
Nach kurzem Schlaf, die anderen länger, habe ich Schrippen beim Bäcker geholt. Irgendwann waren die anderen auch wach und wir konnten Frühstücken. Nachdem wir uns stadionfein gemacht hatten, gingen wir über Bülowstrasse Richtung Potsdamer Platz. An einem Plakat fürs Endspiel der WM 2006 standen wir Pose für ein Bild. Am Potsdamer Platz trafen wir immer mehr Gleichgesinnte. In den Arkaden waren Figuren ausgestellt, die wir gleich mit uns fotografierten. Auf dem Weg zum Brandenburger Tor kamen wir am neuen Mahnmal vorbei. Es war ein Blick wert, aber das war es auch schon. Am Brandenburger Tor bogen wir Unter den Linden ein. Ein lauter Knall lies den ganzen Pariser Platz erschrecken. Es war aber nur ein geplatzter Reifen einer Fahrradrikscha. Der Fahrer hat darauf hin erst mal Pause gemacht. Als dann noch uns zwei Berliner Polizisten mit ihrer Berliner Schnauze ansprachen, hatten wir sehr viel Spaß. Dann ging es auf dem kürzesten Weg zum Bf. Friedrichstrasse wo wir uns stärkten. Als es Zeit wurde, gingen wir auf dem S-Bahn Bahnsteig und fuhren gen Olympiastadion. Nach langen Halten auf der Strecke, erreichten wir gegen 14.30 Uhr das Gelände. Eingecheckt, durchgecheckt, rin in den Block. Freunde begrüßen, Termine abgesprochen und schon ging’s los. Das Spiel: Kennt man ja. Nachdem Spiel warteten wir noch im Stadion, so dass wir kein großes Getümmel in der S-Bahn haben. Als wir raus gingen, war aber alles noch voll und wir verzogen uns in den Biergarten. Nach der kleinen Stärkung sind wir zu den Hackischen Höfen gefahren, um uns die mal anzugucken. Da es schon gegen 20 Uhr war und wir zum Geburtstag eingeladen waren, machten wir uns auf den Weg zur Bornholmer Str., wo um die Ecke die Fete steigte. Ein Ur Berliner mit Bayern München Macke, bekam von uns ein 96 Schal und 96 Lieder geschenkt. Hat der sich gefreut. ; ) Irgendwann musste er mit uns 96 Alte Liebe singen. Mitten in Berlin. Yea. Spät ging es zurück zum Quartier.
Am nächsten Morgen holte ich wieder die Schrippen. Die anderen machten sich und den Tisch fertig. Nach ausgiebigem Frühstück machten wir die Wohnung sauber und schnappten unsere Sachen und verließen die Wohnung. Am Bf. Zoo trafen wir uns mit Ute und Uwe aus unserem Block, die noch etwas länger in Berlin weilten. Wir gingen an der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche vorbei zum Wittenbergplatz, wo auch das KaDeWe ist. Leider hatte es geschlossen. Von dort fuhren wir Richtung Uhlandstr. und weiter ging’s zu Fuß zur Meinekestr. , wo das Hard Rock Café zu Hause ist. Hier haben wir uns gestärkt, uns unterhalten und, und, und. Wir gingen zeitlich so los, so das wir gegen 15 Uhr am Bf. Zoo waren. Verabschiedet, Sachen geholt und rauf auf den vollen Bahnsteig. Der Bahnsteig war voller Urlauber, Ausflügler, Turnern und viele 96er. Da ein Zug am Bf. Alex eine Panne hatte, ging es mit Verspätung Heim. Gegen 17.20 erreichten wir Hannover Hbf. wo wir uns verabschiedeten und unsere Reise beendet war.
Hendrik
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Berlin – Wir kommen!
Vorläufige Reiseplanung für Berlin (20.5.2005 – 22.5.2005) ffice ffice" /> Bald ist es soweit. Dann geht es zum Auswärtsspiel unserer ROTEN nach Berlin. Hier schon mal die ersten Daten vom Verkehrs- und Spaßminister:
Los geht es mit dem IC 145 um 19:21 am 20.05.2005 im Hauptbahnhof in unserer Landeshauptstadt Hannover auf dem Gleis 9. Das heißt, dass wir uns um gegen 19:00 unterm Schwanz treffen sollten. Da wir ja nicht mehr die Jüngsten sind, gibt es natürlich auch Sitzplätze (Wobei – wir können auch 90 Minuten lang stehen! Schliesslich haben wir Stehplätze im Fanblock!). Die Plätze befinden sich im Wagen 10 und haben die Nummern 32 – 36 (Nichtraucher). Die Ankunft ist laut Fahrplan 21:15 auf Gleis 2 im Bahnhof Zoo unserer Bundeshauptstadt Berlin. Nach Fahrkartenkauf für die Berliner Öffis, geht es mit der S-Bahn oder U-Bahn oder Bus (wird kurzfristig entschieden) zur Mansteinstr., wo unser Quartier ist.
In unserem Quartier gibt es zwei Liegeflächen und ein Schlafsofa. Das heißt, dass zwei Personen müssen auf dem Boden übernachten – wenn sich nichts anderes ergibt. Die Abendgestaltung ist noch offen.
Das Frühstück wird nach dem Aufstehen eingenommen, wobei die Brötchen frisch geholt werden. Kann aber auch sein, dass es Schrippen gibt. Für den Belag und Getränke sollte vielleicht etwas aus unserer Heimat mitgebracht werden.
Nachdem wir uns stadionfein gemacht haben, werden wir uns ein bisschen in Berlins Straßen präsentieren. Gegen 13:30 sollte dann langsam der Weg zum Olympiastadion angetreten werden. Dies geschieht je nach Lage unseres Standortes mit der S- oder U-Bahn.
Unser Zugang zum Stadion ist das Südtor. Unsere Plätze sind im Block: H.1 Reihe: 36 Sitz 12. Nach dem hoffentlichen Sieg unserer ROTEN geht es zum Geburtstag zu Christian an der Bornholmer Str. Erreichbar mit der S-Bahn.
Am nächsten Tag ist Berlin unsichermachen angesagt.
Die Rückfahrt bestreiten wir mit dem ICE 1877 im Wagen 5 auf den Nichtrauchersitzen 102 – 106. Der Zug verlässt den Bahnhof Zoo um 15:24 auf dem Gleis 4 und erreicht Hannover um 16:56 auf dem Gleis 11.
Danach ist ein hoffentlich wunderschönes Wochenende zu Ende.
Habt ein schönes Spiel! Euer Verkehrs- und Spaßminister!

PS: Empfangskomitees sind gerne gesehen. In Hannover und auch in Berlin!
Hendrik
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Molly
...ist schuld daran, dass ich Fussballfan von Hannover 96 wurde. Sie hat mich am 15.03.2003, dem 25. Bundesliga-Spieltag zu einem Auswärtsspiel nach Dortmund geschleppt. An dem Wochenende war ich schon heiser, bevor ich losfuhr. Liebenswerterweise wurde ich erst mal mit einem zünftigen Fanschal behängt. Und für meine Eintrittskarte hatte man mir auch so ein Banderl mit Karabinerhaken und Plastikteil am Ende besorgt. Keine Ahnung wie so was heisst. Aber muss man haben. Am Hauptbahnhof Hannover trennten sich die Fans. In die, die im Fanzug mitfahren durften und in die, die das Vergnügen hatten, mit Wochenendticket im Regionalverkehr bis Minden zu fahren. Einmal umsteigen nach Dortmund. Ging ja. Auf dem Bahnsteig mehrten sich die sogleich am Fanschal und sonst welchen fussballerischen Bekleidungsstücken erkennbaren Reisenden. Mensch. Da schleppte sogar einer sein Kind mit. Süsse Kleine. Papi hatte ihr das 96-Emblem auf die Wange gemalt und sie hielt eine Fahne, etwa so groß wie sie selbst. Der Zug lief ein und wir enterten den Regional-Express nach Minden wie Käpt`n Silver die Santa Esmeralda. Sitzplatz sichern war die Beute. Die erste Hürde eines auswärtsspielreisenden Fussballfan war genommen.
Die nächste Hürde führte uns die Herrentruppe von gegenüber vor Augen. Die ersten Bierchen wurden geköpft. Ein fussballerisch offensichtlich nicht informierter Mitreisender wollte sich wohl wichtig machen und fragte nach... 'Wie ist denn das Spiel ausgegangen? Ähm... Die nächste Station... kommt da das Stadion, da muss ich, glaub ich raus'. Der Papi mit Kleinkind entpuppte sich als Schwarzfahrer auf der Suche nach einer Mitfahrmöglichkeit bei gutgläubigen Wochenendticketfahrern. Die Herrentruppe von gegenüber begann die liebevoll eingepackten und beschrifteten Schnittchen auszupacken. Ein Schalke-Fan wankte mit einer 3m-Fahne an uns vorbei. Die bestand aus reinem Alkohol. Armer Kerl. War wahrscheinlich schon die halbe Nacht unterwegs. Wochenendticket. Kennt man ja. Wer schon mal mit einem Wochenendticket gefahren ist, der weiss. An jedem Scheíss-Bahnhof wird angehalten. In Neustadt stieg eine Meute Bayern-Fans ein. Elendigspäter kam dann kam Minden. Alles raus aus dem Zug und keiner wusste so genau wohin. Molly vorneweg. Alle hinterher. Ich denke mit Grausen daran, was passiert wäre, wenn Molly uns alle auf die Damentoilette geführt hätte und der Anschlusszug nach Dortmund ohne uns abgefahren wäre. Jedenfalls waren wir im Sturm und kriegten dafür auch die Sitzplätze. Aufgrund dieses Erfolges holten wir auch die Bierdosen raus und Molly rief ihren Sony im Fanzug an. Was für ein Lärm. Kein Wort zu verstehn. Die Kommentare unserer verschiedenen Mitreisenden hatten auch einen gewissen Unterhaltenswert. Ging nicht immer um Fussball. Auch Väter, die ihre Tochter-Beziehung aufarbeiten mussten gab es. Ja. Papi. Mal die Lütte mit zum Spiel nehmen, dann klappt’s auch mit den Mama-Kindern... ... In Dortmund gings dann schnurstracks zum Stadion. Wir hatten ja keine Bierkästen im Schliessfach unterzubringen. Was`n Glück. Und dann. Steh ich im Stadion. Nordkurve. Mir gegenüber alles Gelb. Schwarz. Fahnenschwingen können die Dortmunder ja! Wir hatten ja Sitzplätze. Ich wollte da jetzt nicht drauf beharren, dass kommt irgendwie so ungemütlich. Unserereiner ist sportlich, also kein Problem. Dann gings los. Die Mannschaftsaufstellung. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Jeder Spielername der gegnerischen Mannschaft wurde mit Árschloch kommentiert. Kam mir vor wie ein Alien. Naja. Ich hatte ja auch keine Stimme. Nur die beiden, mir vertrauten Menschen neben mir... Die hab ich nur mit grossen Augen anschauen können. Mein Kind. Ich kenn dir nicht wieder. Und mit Molly muss ich wohl mal ein pers. Gespräch führen... Zaghaft gingen meine Hände in die Höhe... Klatsch. Hu... Hu. Húrensöhne... Hab ich da zum ersten Mal in meinem Leben gehört. Ist euch schon mal aufgefallen, dass Männer bei diesem Schlachtruf ausschauen wie Neandertaler? Egal. Am Ende hat Hannover verloren. Wie immer in Dortmund. Seufz. Aber es war ein geiles Spiel, bei jedem Tor von Hannover haben wir gejubelt und uns in den Armen gelegen. Das war schön. Wann lässt sich ein Sony schon mal von seiner Mom abbusserl'n? Danach war dann die Heimreise angesagt. Für jemanden, der unter Klaustophobie leidet die beste Theraphie. Wir standen ziemlich lange in einem Tunnel, um in die S-Bahn zu kommen. Die S-Bahn wurde naturgemäss geentert. Alles ziemlich langsam. Die Bahn vor uns hielt an und alle stiegen aus. Hinterher haben wir erfahren, dass der Fahrer das aus diszipilinarischen Gründen gemacht hat. War zu viel Rabbotti in der Bahn. Jedenfalls hat’s länger gedauert als erwartet und am Bahnsteig zum Regionalexpress gabs ein Gedränge. Im Zug haben wir uns dann im Gang auf die Treppe verzogen und sind da auch nicht weggewichen. Als Fussballfan muss man ein dickes Fell haben. Weghören können ist auch nicht schlecht, besser, man ist schwerhörig. Es gibt nur einen Rudi-Völler hab ich von Dortmund bis Bielefeld gehört. Kurz vor Bielefeld kippte dann einer um. Weichei. Da kam schon wieder Stimmung auf und die Beissringe wurden eingesetzt. Ehrlich. Kann ja schliesslich eine ziemliche Zumutung sein für einen Dortmund-Fan, wenn ein Hannover-Fan den Zug zum stehen bringt. War aber ein Dortmund-Fan. Weichei. Und es war gut. Dadurch gab es aber eine Verspätung und wir mussten irgendwie über Braunschweig fahren. Mittlerweile waren wir aber alle so vertraut. Ich kannte die Lebensgeschichte von den Typen in den Rockerklamotten. Schön. Irgendwie sind wir dann wieder in Hangover gelandet. Meine Stimme war immer noch weg und mancheiner wird mich wohl für schweigsam gehalten haben. Aber dieser Ausflug war ausschlaggebend für meine Entscheidung, Dauerkartenbesitzer im Fanblock von Hannover zu werden. Ich hab’s auch tatsächlich geschafft. Manche Leute geben einen Haufen Zaster für ihre Theraphie aus. Ich meine, das muss nicht sein. Werde Fussballfan und deine Verrücktheiten kommen dir normal vor. :blondy:
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